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Deutschland erreicht in der aktuellen UNICEF-Studie zum Wohlbefinden von Kindern lediglich Platz 25 von 37 Industrienationen. Besonders alarmierend ist das schlechte Abschneiden im Bildungsbereich: Hier liegt Deutschland auf Platz 34 von 41 Vergleichsländern. Die Türkische Gemeinde in Deutschland warnt: Wer bei den Jüngsten spart und Herkunft über Zukunft entscheiden lässt, spaltet die Gesellschaft und schafft damit den Nährboden für rechtsextremistische Scheinlösungen.

„Die Ergebnisse der UNICEF-Studie sind ein politisches Armutszeugnis für eines der reichsten Länder der Welt“, erklärt Mehtap Çağlar, Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland. „Wenn Millionen Kinder in Armut oder prekären Verhältnissen aufwachsen und Bildungschancen weiterhin stark vom Elternhaus abhängen, dann verspielen wir nicht nur individuelle Zukunftschancen, sondern gefährden auch das Vertrauen in unsere Demokratie. Wer sich fragt, warum die rechtsextremistische AfD immer mehr Zuspruch erhält, darf die soziale Realität in diesem Land nicht ignorieren. Soziale Abstiegsängste, ein chronisch unterfinanziertes Bildungssystem und fehlende Teilhabe treiben Menschen in die Arme von Extremisten. Eine gerechte Bildungs- und Sozialpolitik ist deshalb nicht nur Zukunftspolitik, sondern ein aktiver Demokratieschutz.“

Die Türkische Gemeinde in Deutschland appelliert an die Bundesregierung und die demokratischen Parteien, die Lebensrealitäten junger Menschen endlich stärker in den Mittelpunkt politischer Entscheidungen zu stellen.

Mehtap Çağlar: „Wir brauchen endlich wieder eine Politik, die unsere Gesellschaft aktiv gestaltet, statt nur zu sparen. Die Bundesbildungsministerin will frühkindliche Förderung stärken – das ist ein guter Anfang. Gleichzeitig liegen aber viele Kürzungspläne auf dem Tisch, die bestehende Schieflagen verstärken und unsere Kinder und Jugendliche noch weiter belasten werden. Wenn wir nicht jetzt in Bildung und Teilhabe investieren, werden die zukünftigen Generationen einen hohen Preis dafür zahlen.“

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