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Wie können wir gesellschaftliche Konflikte, Machtverhältnisse und demokratische Beteiligung auf der Bühne sichtbar machen — und daraus Handlungsmöglichkeiten für den Alltag entwickeln?

Seminar:

Mit dem Seminar „Theater der Teilhabe“ lädt die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein zu einem mehrteiligen Bildungsformat ein, das politische Bildung und Theaterpraxis miteinander verbindet. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Themen wie Diskriminierung, Gerechtigkeit, Mitbestimmung, soziale Ungleichheit und demokratische Verantwortung kreativ bearbeitet werden können.

Die Teilnehmenden lernen Methoden des politischen und partizipativen Theaters kennen, entwickeln eigene Szenen und erproben alternative Handlungsstrategien im Theaterraum. Dabei geht es nicht um perfektes Schauspiel, sondern um gemeinsames Ausprobieren, Perspektivwechsel, Reflexion und demokratische Teilhabe.

Worum geht es?

Politisches Theater bietet die Möglichkeit, gesellschaftliche Konflikte nicht nur zu besprechen, sondern sichtbar und erfahrbar zu machen. Durch Körperarbeit, Stimme, Rollenübungen, Improvisation und szenische Arbeit setzen sich die Teilnehmenden mit Fragen von Macht, Ausschluss, Diskriminierung und Beteiligung auseinander.

Im Seminar werden Alltagssituationen und gesellschaftliche Konflikte aufgegriffen und gemeinsam in kurze Szenen übertragen. Anschließend wird reflektiert: Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es? Wo entstehen Grenzen? Wie können Menschen solidarisch handeln und demokratische Prozesse aktiv mitgestalten?

Für wen ist das Seminar gedacht?

Das Seminar richtet sich an Jugendliche, junge Erwachsene und Erwachsene, die sich für Demokratie, gesellschaftliche Teilhabe, politische Bildung, Theater oder kulturelle Bildungsarbeit interessieren.

Eingeladen sind insbesondere:

  • Multiplikator*innen der politischen Bildung
  • Engagierte aus Vereinen, Schulen, Jugendzentren und Initiativen
  • theaterinteressierte Personen
  • Menschen aus migrantischen Selbstorganisationen
  • alle, die politische Themen kreativ und gemeinsam bearbeiten möchten

Vorkenntnisse im Theaterbereich sind nicht erforderlich. Das Seminar ist niedrigschwellig angelegt und lebt von den Erfahrungen, Perspektiven und Ideen der Teilnehmenden.

Was erwartet die Teilnehmenden?

Die Teilnehmenden erhalten eine Einführung in Methoden der partizipativen Theaterpädagogik und entwickeln eigene Szenen zu gesellschaftlichen Fragestellungen. Dabei werden politische Themen kreativ, körperlich und dialogisch bearbeitet.

Ziel ist es, Demokratiekompetenz, Empathie, Selbstwirksamkeit und die Fähigkeit zum Perspektivwechsel zu stärken. Politische Bildung wird dabei als kreativer, emotionaler und sozialer Prozess erfahrbar.

Termine

1. Termin: 02.06.2026, 16:00–19:00 Uhr
Format: Online
Referent: Ege Özege

2. Termin: 09.06.2026, 17:00–19:00 Uhr
Format: Online
Referent: Ege Özege

3. Termin: 10.09.2026, 16:00–19:00 Uhr
Format: Präsenz
Referent: Göktuğ Engel

4. Termin: 17.09.2026, 16:00–19:00 Uhr
Format: Präsenz
Referent: Göktuğ Engel

Ort: Online sowie in den Räumlichkeiten der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein (Elisabethstr. 59
24143 Kiel)


Sprache: zweisprachig

Referenten

Ege Özege ist Student am Konservatorium und verfügt über praktische Erfahrung in Theaterarbeit und Schauspielpädagogik. Er ist an der Cihangir Atölye Sahnesi aktiv und wirkt als Schauspieler in der Gruppe Strandom Arthouse mit. Darüber hinaus begleitet und schult er Amateur-Theatergruppen sowie Kinder und Erwachsene.

Göktuğ Engel ist Schauspieler, Theaterpädagoge, Performer und Regisseur. Er verbindet in seiner Arbeit Schauspiel, Performance, Körperarbeit, biografische Ansätze und gesellschaftspolitische Fragestellungen. Seine theaterpädagogische Erfahrung ermöglicht einen praxisnahen und politisch reflektierten Zugang zu Themen wie Macht, Teilhabe, Diskriminierung und demokratischer Handlungskompetenz.

Anmeldung

Die Teilnahme ist kostenlos.
Eine Anmeldung ist erforderlich.

Anmeldung unter: info@tgd.de

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